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EmailChessPoint: Verfahren nach Abbruch einer Partie

Die nachstehenden Regelungen gelten für alle EmailChessPoint-Turniere, deren Partien wegen Erreichen des Spielzeitendes der Runde oder der Saison abgebrochen werden.

Partien werden nicht abgebrochen, wenn ihr Ausgang keinen Einfluss auf die Paarungen der Folgerunde oder der Folgesaison haben kann und beide Spieler weiterspielen wollen.

Abgebrochene PartienLiga- und Pokalpartien, die wegen Ablauf der Spielzeit abgebrochen werden, sind Remis, es sei denn, sie werden zugunsten eines Spielers als gewonnen abgeschätzt. Das nachfolgend beschriebene Verfahren gilt auch für Ligapartien,für Partien der Liga und von Mannschaftswettkämpfen, die wegen dauerndem unverschuldeten Ausfall eines Spielers abgebrochen werden.

Eine Abschätzung erfolgt nur auf Antrag eines Spielers, der den Gewinn beansprucht. Der Turnierleiter wird ihn aus Anlass des Abbruchs darauf hinweisen. Der Spieler hat bis zum 7. Tag nach diesem Hinweis die Möglichkeit, den Antrag zu stellen, zu begründen und an den Turnierleiter einzusenden. Der Antrag muss die vollständige PGN-Notation, den Gewinnantrag und dessen Begründung enthalten.

In Mannschaftswettkämpfen steht das Antragsrecht auch dem Mannschaftskapitän und im Verhinderungsfall einem anderen Spieler der Mannschaft zu.

Der Turnierleiter teilt dem Gegenspieler mit, dass ein Gewinnantrag vorliegt. Der Gegenspieler kann danach bis zum 3. Tag eine Stellungnahme an den Turnierleiter einsenden, wenn er nicht seinerseits einen Gewinnantrag gestellt hat.

Der Turnierleiter prüft eingehende Anträge und Stellungnahmen sofort auf Vollständigkeit. Im Fall von Anträgen und Stellungnahmen, die dem Vorstehenden nicht entsprechen, wirkt er auf eine Nachbesserung hin, wenn die Nachbesserung innerhalb der laufenden Fristen zu erwarten ist. Im Fall von Anträgen, die dem Vorstehenden beim Ablauf der Fristen nicht entsprechen, weist der Turnierleiter den Gewinnantrag zurück.

Formgerechte Anträge führen zum Partiegewinn, wenn 2 Abschätzer im nachbeschriebenen Verfahren zu der Überzeugung gelangen, dass der Antragsteller die Partie voraussichtlich gewonnen hätte, wenn die Partie nicht abgebrochen worden wäre. Entgegengesetzte Gewinnanträge beider Spieler einer Partie werden gemeinsam behandelt.

Wenn dem Turnierleiter zu einer Partie 2 formgerechte Gewinnanträge oder 1 formgerechter Gewinnantrag und die Stellungnahme des Gegenspielers vorliegen oder wenn der Gegenspieler keine Stellungnahme abgibt, entfernt der Turnierleiter aus den Unterlagen die PGN-Header und sonstigen Hinweise auf die Person der Spieler und leitet sie an den zuständigen 1. Abschätzer weiter.

Der 1. Abschätzer schätzt auf der Grundlage der Unterlagen ab, ob der Antrag nach seiner Abschätzung Erfolg hat oder nicht, und er begründet seine Abschätzung. Er leitet sodann die Unterlagen, seine Abschätzung und die Begründung seiner Abschätzung an den zuständigen 2. Abschätzer weiter.

Der 2. Abschätzer prüft die Abschätzung des 1. Abschätzers anhand der Begründung und anhand der Unterlagen. Er kann sich der Abschätzung des 1. Abschätzers ohne nähere Begründung oder mit abweichender Begründung anschließen und die Unterlagen an den Turnierleiter zurückleiten. Er kann eine Gewinnabschätzung des 1. Abschätzers verwerfen und die Unterlagen unter Darlegung der Gründe für den Misserfolg des Gewinnantrags an den Turnierleiter zurückleiten. Kommt er im Gegensatz zur Abschätzung des 1. Abschätzers zu der Ansicht, dem Gewinnantrag sei stattzugeben, so reicht er die Unterlagen unter Darlegung seiner Gründe der Gewinnabschätzung dem 1. Abschätzer zurück. Der 1. Abschätzer rückt dadurch in die Position eines 2. Abschätzers ein. (Er kann sich der Abschätzung des 2. Abschätzers ohne nähere Begründung oder mit abweichender Begründung anschließen und die Unterlagen an den Turnierleiter zurückleiten. Er kann eine Gewinnabschätzung des 2. Abschätzers verwerfen und die Unterlagen unter Darlegung der Gründe für den Misserfolg des Gewinnantrags an den Turnierleiter zurückleiten.)

Der Turnierleiter stellt das Ergebnis des Abschätzungsverfahrens fest und teilt es den Spielern mit.

Fristen laufen im Verfahren nach Abbruch einer Partie auch während einer Auszeit, eines Urlaubs oder einer Abwesenheitszeit. Der Turnierleiter kann in diesen Fällen Fristen verlängern, solange der Zweck der Abschätzung nicht gefährdet wird.

§ 18 der Spiel- und Turnierordnung (Anfechtung bei der Revision) gilt im Verfahren nach Abbruch einer Partie nicht.

Regelung für die Ligasaison 2020 und die erste Runde des Pokalturniers 2019

Abschätzer für die erste Runde des Pokalturniers 2019 sind die Schachfreunde Klaus R. Giesen und Bernd Kluge.

Abschätzer für dieab dem Beginn der Ligasaison 2020 sind die Schachfreunde Klaus R. Giesen, Bernd Kluge, Michael Höppenstein und Hans Krebs.

Sie werden wie folgt eingesetzt: In der 1. abzuschätzenden Partie Klaus als 1., Bernd als 2. Abschätzer; in der 2. abzuschätzenden Partie Michael als 1., Hans als 2. Abschätzer; in der 3. abzuschätzenden Partie Bernd als 1., Michael als 2. Abschätzer; in der 4. abzuschätzenden Partie Hans als 1., Klaus als 2. Abschätzer, in der 5. wie in der 1. abzuschätzenden Partie; usw.

Wenn nach diesem Schema ein Abschätzer eine eigene Partie oder eine Partie aus einem von ihm geleiteten Turnier abzuschätzen hätte, wird das Abschätzerpaar, dem er angehört, übersprungen.


Stellungnahmen:

Zu "Partien werden nicht abgebrochen, wenn ihr Ausgang keinen Einfluss auf die Paarungen der Folgerunde oder der Folgesaison haben kann und beide Spieler weiterspielen wollen."

Hier bin ich der Auffassung, die Spiele nicht weiter fortführen zu lassen.

Einerseits damit die Ergebnislisten und Tabellen fertiggestellt werden können und zum anderen hatten die Spieler sicher genügend Zeit, ihr Spiel zu beenden.

Im Pokal würde dies zu einer Unübersichtlichkeit führen, die vermeidbar wäre.

Die Partien sollten abgeschätzt werden, wenn sich die Spieler nicht auf ein Ergebnis einigen können. Sie können die Partie privat weiterführen, wenn sie dies unbedingt wollen.

Stellungnahme des Projektleiters dazu:

Es würde mich freuen, zu der Frage ein breites Stimmungsbild zu erhalten. Warum ich den Vorschlag gemacht habe, eine solche Regelung einzufügen, und warum ich immer noch dieser Ansicht bin:

Der Grundsatz sollte lauten, dass Partien zu Ende gespielt werden. Der Abbruch muss die Ausnahme bleiben und bedarf eines Grundes. Die Notwendigkeit, Entscheidungen herbeizuführen, wenn sie für eine neue Runde/für eine neue Saison erforderlich sind, ist so ein Grund.

Wenn in der Liga/Mannschaftsliga alle für die Bestimmung des Meisters und der Auf- und Absteiger erforderlichen Entscheidungen gefallen sind, fällt dieser Grund wieder weg. Offene Partien können weitergespielt werden.

Im Pokal kann der Fall, dass Partien nicht mehr die Paarung der anstehenden Runde beeinflussen können, nur eintreten, wenn in einer Triorunde ein Spieler seine beiden Partien gewonnen hat und dadurch die Qualifikation für die neue Runde geschafft hat. Mögen die beiden Ausscheidenden ihre Partie zu Ende spielen!

Zur praktischen Relevanz: Es hat bisher genau 1 bei Spielschluss unbeendete Partie gegeben. Ein anderer Spieler lag uneinholbar vorn, und die Spieler wollten noch spielen. Ich habe es auch ohne Regelung gestattet.

Die übrigen 284 Partien der Liga, der Mannschaftsliga und des Pokals wurden in der Spielzeit beendet.

(Kurt)

Replik:

Wenn es bisher nur sehr wenige Abbrüche gab, so ist dies also eine Ausnahme laut meiner Überlegung.